Kane and Lynch: Dog Days für Xbox360 (der zweite Teil von Kane&Lynch)
Ich spiele auf der Stufe "Medium". Es gibt noch "easy", "hard" und "extreme" als weitere Schwierigkeitsgrade.
Positiv:- Grafik wesentlich besser
- Kany und Lynch sind durchgeknallt (nix neues!)
- Leveldesign gut durchdacht
- "Kameraeffekt", verwackeln, Empfang künstlich schlecht
- Viele gute Waffen zur Auswahl (beim Gegner loomen)
- Explodierende Kanister
- Story ist vorhanden
- Verbessertes Deckungssystem Negativ:
- es ist immer Nacht
- Location ist immer eine dunkle Stadt oder mal eine dunkle
Schiffsbauwerft
- Story ist relativ uninteressant Zusammengefasst ist "Kane and Lynch 2" zwar von der Grafik besser als "Kane & Lynch: Dead Men", aber das Missionsdesign ist langweiliger. Man kommt immer in Bereiche, wo ganz klar Deckungen aufgebaut sind, und dann kommen die Gegner (rinse and repeat). Da die gute Grafik und das Leveldesign (Shanghai bei Nacht) aber für Unterhaltung sorgen, ist die Motivation groß. Außerdem gibt es Sequenzen, in denen z.B. die Freundin von Gegnern eingekreist wird und man diese von der anderen Straßenseite aus aufhalten muss. Dies sorgt für Spannung und Abwechslung. Positiv ist anzumerken, dass es oft Alternativwege im Level gibt - gerne auch mal als horizontale Variation (Treppe rauf, und die Gegner von oben aufs Korn nehmen!). Das Leveldesign ist zwar linear, aber diese Variationen sorgen für Abwechslung. Auch lassen sich die Gegner leichter flanken als im ersten Teil. Diese Technik ist auch oft nötig, da die Gegner selber Druck machen. So wird zum Beispiel von den bösen Männern oft die Deckung gewechselt und sie versuchen einen einzukreisen. In dieser ausweglosen Situation befinden sich die Buddys Kane und Lynch nicht das erste mal. Doch diesmal hilft das gute Deckungssystem beim Überleben. Im ersten Teil musste man an eine Kante gehen und die Deckung geschah automatisch...wenn überhaupt was passierte und man nicht gestorben ist beim verzweifelten Versuch in Deckung zu gehen. Jetzt muss man einfach "A" drücken, wenn eine mögliche Deckung signalisiert wird. Das wechseln der Deckung ist auch einfach: Bewegt man sich an den Rand einer Deckung, so wird oft ein Symbol eingeblendet, dass ein Wechseln der Deckung (z.B. auf die andere Seite eines Türrahmens) möglich ist. Das Klettern über Hindernisse funktioniert auch mit der "A"-Taste - man drückt nach oben/vorne und betätigt den grünen Button. War das "in Deckung gehen" früher eine Qual, so ist es diesmal wirklich sehr gut gelöst worden. Aber Achtung, eine Deckung z.B. aus Holz (Holzkiste) zerlegt sich, wenn die Gegner lang genug draufgeschossen haben! Deckungswechsel sind anzuraten. Ein weiterer Punkt den ich ansprechen möchte sind die Vielzahl an Waffen, die man alle unterwegs findet - also den Gegnern abnimmt. Neu sind z.B. eine Vielzahl an Schrotflinten und mehrere Langdistanz-Waffen. Ansonsten natürlich mehrere Faustfeuerwaffen, die man vor allem am Anfang benutzt. Positiv: Das Snipergewehr funktionieren ohne richtiges "scope", sondern einfach mit extrem dicken Zoom. Ein Schuß == tot. Gut balanciert und fair. Bei den einfacherern Waffen muss man aber oft draufhalten. Anscheinend ist das realistisch - schließlich tötet andererseits ein Kopfschuß beim ersten Schuß - mit jeder Waffe.
Grundsätzlich zum Waffensystem: Es lassen sich ständig zwei Waffen tragen
(auch zwei Primärwaffen!). Gewechselt wird einfach mit der Y-Taste.
Granaten konnte ich noch keine finden. Diese wurden wahrscheinlich durch
das System aus auffindbaren Wurfmaterialien ersetzt, siehe weiter unten. Im
ersten Teil konnte man ja Panzerfäuste (aka Bazookas, aka
Boden-Luft-Raketen) finden. Auch diese habe ich noch nicht entdeckt.
Traurig bin ich nicht, da es auch nicht zu der Spielsituation passen würde.
Trifft man einen Gegner erfolgreich bei "Kane und Lynch 2", so wird dies
durch kleine weiße Kreuze signalisiert, die die Trefferstelle beim Gegner
anzeigen. Bei Schrotflinten erscheinen daher auch mal mehrere Stellen auf
einmal :)
Feuerlöscher und ähnliche Behälter (Gasflaschen, lol). Diese werden mit "X"
aufgenommen und mit der selben Taste geworfen. Dann muss ein wenig später
die Schußtaste gedrückt werden, und die Dinger explodieren. Dies scheint
auch aus der Deckung zu funktionieren, man muss also nicht auf die
fliegenden Behälter zielen...wäre ja auch noch schöner. Falls man in die
richtige Richtung wirft, gehen bei so einer Aktion schnell drei Gegner mit
drauf. Manchmal hat man auch das Glück und die Gegner flashen direkt neben
einer Gasflasche. Ein gezielter Schuß sorgt dann für brennende Körper, die
durch die Luft wirbeln. Oben wurde bei den positiven Punkten auch der "Kameraeffekt" genannt. Man
muss sich das in etwa so vorstellen, dass der Spieler-Person (Kane oder
Lynch) ein Mensch mit Steadycam hinterher rennt. Es handelt sich also um
eine aufgemotzte third-person-Ansicht (aka 3rd person perspective
geflasht). Der Realismus ist durch die Grafik und den Steady-Cam-Effekt wirklich gut.
Unterstützt wird er noch durch die Abwesenheit jeglicher Anzeigen auf dem
Bildschirm. Nur die verbleibende Munition der Waffen wird angezeigt. Wie
gesund/verwundet man ist, wird durch ein rotes Verfärben und verwackeln der
Kamera signalisiert. Wird man stark verwundet, hat man oft noch die
Möglichkeit, in Deckung zu krabbeln. Insgesamt ein rundes Spiel. Die Verbesserungen gegenüber dem ersten Teil
liegen vor allem im Grafikbereich. Auch die Waffen gefallen. Das einzige
was mir nicht ganz gefällt, dass man (bis jetzt) immer im dunklen
Stadtbereich unterwegs ist. Beim ersten Teil gab es ja Stadt, Dschungel und
Häuserkampf in verschiedenen Regionen der Welt. Diese Abwechslung fehlt
mir. Allerdings habe ich das Spiel noch nicht komplett gespielt und das
durchdachte Missionsdesign gleicht diese Schwäche mehr als aus.
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